Firma Schmid plant Neubau in Simmerberg

Die Erweiterung der Firma Schmid GmbH in Simmerberg wird auch einen Teilabriss der bestehenden Gebäude umfassen.
Das ist nach den jetzt im Gemeinderat vorgestellten Plänen klar. Bislang plante das Unternehmen, das sich auf Ausbaulösungen spezialisiert und zahlreiche Bürohochhäuser in Frankfurt saniert sowie ein Außenterminal am Münchner Flughafen mitgebaut hat, nur einen Erweiterungsbau.

Architekt Hans-Georg Schmitz machte im Gemeinderat aber deutlich, dass das Bürogebäude insbesondere mit Blick auf den Brandschutz nicht sinnvoll weitergenutzt werden könne.
Der Neubau mit einer Gesamtbürofläche von rund 3250 Quadratmetern soll etwa die gleichen Abmessungen haben wie das bisherige Gebäude.

Untergebracht ist die Firma Schmid in Räumen einer ehemaligen Käserei. Für die heutige Nutzung sei das Gebäude nun einmal nicht gebaut, so Schmitz. Zentrale Treppenhäuser und gesicherte Fluchtwege nach außen seien darin nicht zu realisieren. Nicht zuletzt soll das neue Gebäude eine „deutlich verbesserte Energieeffizienz“ aufweisen, so der Architekt.

Der Gemeinderat stimmte den neuen Plänen zu, die sich nur unwesentlich auf den Bebauungsplan auswirken, den die Kommune erstellt. Es handelt sich dabei um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der bereits sehr konkret auf das Projekt eingeht.

In einer ersten Runde der Behördenbeteiligung waren ergänzende Gutachten gefordert worden. Diese liegen inzwischen vor. Andreas Brockof vom Planungsbüro Sieber erläuterte die Ergebnisse. Insbesondere ging es um die Lärmimmissionen durch Pkw-Fahrbewegungen in der Nacht. Deren laut Bebauungsplan erlaubte Zahl ist nun weiter reduziert worden.

Auch ein hydrogeologisches Gutachten wurde durch ein Ingenieurbüro erstellt. Dabei ging es darum, ob die unterirdischen Wasserströme in Richtung der Trinkwasserquelle der Gemeinde durch den Neubau beeinflusst werden. Das Ergebnis: „Es sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten“, so Brockof.

Zu berücksichtigen war auch der Hinweis der Behörden auf ein denkmalgeschütztes Gebäude nahe des Plangebietes. Dessen Erscheinungsbild werde durch einen Neubau nicht beeinträchtigt, so Brockof, denn zwischen dem Gebäude und dem Neubau liege eine Grünfläche, die zugleich als ökologische Aus-gleichsfläche diene.

Eine zweite Ausgleichsfläche ist nordöstlich des Simmerberger Kreisels geplant. Trotz der vielbefahrenen Bundesstraße daneben sei die Fläche geeignet, so der Planer. Denn sie liege deutlich höher als die Straße selbst. Statt Bäumen sollen jetzt aber in diesem Bereich Stauden gepflanzt werden.

Der Gemeinderat hieß sämtliche Maßnahmen für gut. Nun sind abermals die Behörden und die Öffentlichkeit gefragt. Denn die überarbeiteten Pläne liegen nun nochmals im Rathaus aus.

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